+49-211-58 03 01 - 11

Einführungsgottesdienst unserer Pfarrerinnen Christina von Bennigsen und Dr. Karin Oehlmann am 27. Juni 2021

Video vom Einführungsgottesdienst am 27. Juni 2021

Am 27. Juni führte Superintendent Pfarrer Heinrich Fucks unsere beiden Pfarrerinnen Christina von Bennigsen und Dr. Karin Oehlmann in ihre Pfarrstellen ein. Die musikalische Begleitung dieses Gottesdienstes unter freiem Himmel kam von Christiane Sauer, dem Kleinen Chor sowie dem Posaunenchor unserer Gemeinde.

Sie finden das Video zum Einführungsgottesdienst unter diesem Link in unserem YouTube Kanal.

Video-Andachten und geistliche Impulse ab Mai 2021

Christi Himmelfahrt 13.05.2021, Geistlicher Impuls mit Pfarrerin Dr. Oehlmann

Passend zu Christi Himmelfahrt sind auch wir auf Tour gegangen. Zu unserem geistlichen Impuls begrüßt Sie Pfarrerin Dr. Karin Oehlmann am Kloster Knechtsteden in Dormagen. Am dortigen Wegkreuz im Wald nimmt sie uns mit auf die Spuren von Christi Himmelfahrt. Hier kommen Sie zu unserem geistlichen Impuls.

Andacht für Sonntag Kantate, 02.05.2021 mit Diakonin Beate Albert

Zum Wochenende am Tag der Arbeit geht es in der Andacht unter anderem um die Arbeiter im Weinberg und Gerechtigkeit.
Hier geht's zur Video-Andacht.

Kollekten sind Nächstenliebe konkret und gehören zum Glauben

Wir freuen uns - auch und gerade in diesen schweren Zeiten - über Ihre Beteiligung an unseren Kollekten. 

Ihre Spende kommt der Arbeit von Brot für die Welt zugute oder sie unterstützen unsere diakonische Arbeit in der Caritas-Diakonie-Sprechstunde.

Bitte nutzen Sie einfach unser Konto bei der Stadtsparkasse Düsseldorf mit der IBAN DE87300501101006117277 und der Angabe des Spendenzwecks! Wenn Sie uns zusätzlich Ihre Adresse mitteilen, stellen wir Ihnen gerne eine Spendenquittung aus.

Vielen Dank für Ihre Solidarität und Hilfsbereitschaft!

Gesammelte schriftliche Andachten zu den Monatssprüchen 2021

Juli: "Gott ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir.“ (Apostelgeschichte 17,27f)

Die Andacht vom Juli gibt es diesmal nicht von uns. Sie finden aber hier eine aus der Evangelischen Kirchengemeinde Gütersloh.

Juni: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen (Apostelgeschichte 5,29)

Im wahrsten Sinne des Wortes begeistert gehen die Apostel nach Pfingsten täglich in den Tempel, um das Evangelium zu predigen. Das gefällt den obersten Juden absolut nicht, die Apostel werden über Nacht eingesperrt. Am nächsten Tag verbietet ihnen der Hohe Rat, weiter von der Guten Nachricht von Jesus zu erzählen. Doch sie hören nicht auf. Wieder kommen sie hinter Schloss und Riegel. Am nächsten Tag soll über sie Gericht gehalten werden, der Hauptmann der Tempelwache will sie holen – doch peinlicherweise sind sie gar nicht mehr im Gefängnis. Ein Engel hat sie befreit. Große Aufregung im Gerichtssaal – da stürzt jemand herein und berichtet, dass die Apostel abermals im Tempel sind und predigen. Irgendwie unheimlich, finden das die Obersten und lassen die Apostel holen, um nachzufragen, warum sie entgegen dem ausdrücklichen Verbot immer noch von diesem Jesus reden.

Da antwortet Petrus ihnen: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“

Mutig – Petrus und die Apostel zeigen Zivilcourage. Sie lassen sich nicht zum Schweigen bringen. Gottes Wort steht für sie über dem, was Menschen befehlen. Wenn sich das widerspricht, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als Gott zu folgen.

Die Historie kennt unzählige Beispiele von Menschen, deren Gewissen im Widerspruch zu geltendem Recht und Gesetz stand. Die Gott folgen, und bereit sind, dafür Konsequenzen zu tragen, sogar tödliche. Ist aber auch voller Beispiele von Menschen, die sich auf ihre Gehorsamspflicht gegenüber der Obrigkeit berufen, selbst wenn ihr Gewissen – so sie denn eins haben – ihnen etwas anderes sagt.

Ich weiß nicht, wie mutig ich beispielsweise im 3. Reich gewesen wäre. Ob ich meinem Gewissen gefolgt wäre oder mich eher weggeduckt hätte.

„Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ – dafür brauche ich nicht nur in die dunkelsten Kapitel der Geschichte zu schauen. Ich frage mich: Ist der Monatsspruch auch die Maxime in meinem Alltag? Für mein Reden und Handeln? Wofür ich eintrete und mich engagiere?

Ich muss Gott mehr gehorchen als den Menschen – das betrifft ja nicht nur Widerstand gegen Gesetzesvorhaben der Regierung. Häufiger und anstrengender ist Widerstand gegen die herrschende Volksmeinung, selbsternannten Querdenkern aber auch Nachbarn und Menschen in sozialen Plattformen, wenn deren Meinung den Ordnungen Gottes widerspricht. Ich muss mich dort als Gutmensch beschimpfen lassen, wenn ich beispielsweise dazu stehe: „Man lässt keinen Menschen ertrinken. Punkt.“ Aber wegducken und schweigen geht nicht. Da helfe mir Gott.

Diakonin Beate Albert

Mai: Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind (Sprüche 31,8)

Heute hatte ich ein Taufgespräch. Ein junges, fipsfideles Ehepaar saß da vor mir im Amtszimmer und wollte die Taufe ihres ersten Sohnes anmelden. Der zweite Bub ist bereits unterwegs und wird im September auf die Welt kommen. Alles in allem eine schöne Perspektive. - Auf die Frage hin, was die beiden sich denn für einen Taufspruch aussuchen würden, antwortete der Ehemann: „Egal … Nur bloß nicht den Konfirmationsspruch meiner Frau….“. Meine Neugier war geweckt:  Was für einen unsagbar fehlplatzierten und wohl auch ungeeigneten Konfirmationsspruch hatte denn wohl seine Frau seinerzeit gesagt bekommen? Darauf antwortete sie etwas schüchtern und mit roten Wangen: „Na ja, so etwas mit: Öffne deinen Mund für die Stummen… oder so ähnlich“, „wissen Sie, Herr Pfarrer, damals mit 13 war ich so auf Gerechtigkeit für alle aus.“ - Ich hakte nach und sagte: „Also waren Sie so ein bisschen die Greta Thunberg aus Deutschland, diesmal nicht für Umweltschutz, sondern für sozialen Ausgleich.“ „Na ja, nicht so ganz, aber vielleicht in die Richtung, deshalb habe ich mir diesen Spruch ja ausgesucht.“ – Ich schlug nach und entdeckte, dass dieser wunderbare Vers aus der Sprüchesammlung des Predigers stammte und genau genommen so lautet:

Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind“ (Spr 31,8)

Und dann entdeckte ich kurze Zeit später, dass diese Worte zu dem Monatsspruch Mai 2021 gehören. Was für ein Zufall, was für ein Zusammenhang. Denn genau das passiert jetzt in diesen Tagen, Wochen und Monaten im Hinblick auf alle an Covid 19 Erkrankte: wir tuen unseren Mund auf und äußern uns, haben eine Meinung zu Inzidenzzahlen, Notbremse, R-Wert und Selbsttests. Denn so viele Menschen hat es ja bereits „erwischt“, sie haben sich mit dem Corona-Virus angesteckt, brauch jetzt gar nichts zu Indien zu sagen, diese Bilder sind für mich inzwischen unerträglich geworden, Sterben im Akkord...

Deshalb gilt umso mehr: Tu deinen Mund auf für die Stummen… bring dich ein, wenn Unrecht geschieht, wenn Menschen unter Krankheit, Unterdrückung, Gewalt und Einsamkeit leiden müssen. Mit den Worten der Taufmutter: Sich eben für Gerechtigkeit einsetzen, das heißt: Müde aufmuntern, Schwache stärken, Lahme zum Gehen bringen und „Stummen eine Stimme geben und Eintreten für die Sache aller, die verlassen sind“, so noch einmal der Monatsspruch Mai.

Ein kleines Beispiel zum Schmunzeln und zugleich zum Nachdenken: Als meine Tochter 3 Jahre alt war und mein Sohn erst 1 ½ und ich mit den beiden Kötteln im Supermarkt war, da fragte passgenau vor dem Ausgang die Kassiererin meine stolz im Einkaufswagen sitzende Tochter, ob sie denn eine kleines Gummibärtütchen haben möchte.. Da antwortete sie keck: „Ja gerne, aber nur wenn es auch eine für meinen kleinen Bruder gibt, denn der kann noch nicht so richtig sprechen…“

Mir kamen die Tränen und meine Kinder waren glücklich….

Heute denke ich: Besser hätte man diesen Vers nicht übersetzen können… in diesem Sinne: Tut was nötig ist und lasst sein, was noch warten kann, vor allem aber helft denen, die sprachlos sind, ganz in dem Sinne des Kirchenliedes eg 420: Brich mit den Hungrigen dein Brot, Sprich mit den Sprachlosen ein Wort, sing mit den Traurigen ein Lied, teil mit den Einsamen dein Haus….

Pfarrer Dr. Rainer Withöft

April: Christus ist Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung. (Kol 1,15)  

Wo ist denn Gott? Das Fragen sich Menschen jeden Tag, überall auf der Welt – besonders in diesem letzten Jahr. Wo ist Gott, inmitten von Kummer und Leid? Wo sollen wir suchen? In den Kirchen? Der Bibel? Für mache ist er dort zu finden. Andere suchen Gott in der Natur, in seiner Schöpfung.

Aber was wenn die Natur stumm bleibt und die Kirche nur ein Gebäude, die Bibel nur Tinte auf Papier ist? Wo ist denn Gott?

Zur Antwort dringt ein Jubelruf aus der Bibel: Kommt und seht! Hier ist Gott, der lebendige Gott! Das Leben ist erschienen! – Wo? „In Jesus“ lautet die Antwort. „Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes“

Was heißt denn das: Ebenbild?

Mit den Konfis haben wir im Konfirmandenunterricht darüber gesprochen, dass es in den 10 Geboten heißt „du sollst dir kein Bild von Gott machen“. Und doch können wir nicht anders als in Bildern von Gott zu sprechen. Sein Wesen ist zu groß, zu anders, als dass wir ihn uns vorstellen können. Wir können uns sie/ihn nur mithilfe von Bildern vorstellen, die wir aus unserem Leben kennen. Auch die Bibel ist voller solcher Gottesbilder. Gott ist wie Feuer, wie ein König, wie ein Vater, wie eine Mutter, wie ein guter Hirte, eine feste Burg, ein sanfter Windhauch … Doch keins dieser Bilder kann Gott je ganz erfassen. Deshalb dürfen wir ihn auf keines dieser Bilder festlegen. Er ist all das und noch viel mehr.

Ebenbild heißt im griechischen „eikon“. Dieses Wort bezeichnet auch die Götterbilder, die in heidnischen Tempeln aufgestellt werden. Dahinter steht die Vorstellung, dass die Götter in der unsichtbaren Welt sind. Weil die Menschen aber nicht ins Unsichtbare schauen können, machen sie sich Bilder ihrer Götter. In der Bibel wird diese Art des Bildnisses oft Götzenbild genannt. Es sind falsche Bilder, die das Wesen Gottes nicht erfassen und Menschen in die Irre führen.

Aber wie sollen wir uns Gott dann vorstellen? Wir brachen doch etwas an dem wir uns orientieren können. Wo finden wir ein rechtes Bild des lebendigen Gottes?
Der Monatsspruch gibt die Antwort darauf: In Jesus Christus.
Er ist das rechte „eikon“, das rechte wahre Ebenbild des lebendigen Gottes. „Wer mich sieht, der sieht den Vater“ hat Jesus einmal gesagt.

Gott selber können wir nicht sehen. Er ist ein verborgener Gott. Aber im Angesicht Jesu, können wir ihn sehen, ihn erkennen. In Jesu Handeln, in seinen Worten, der Art, wie er mit Menschen umgegangen, ihnen begegnet ist, in seinem Leiden, Sterben und Auferstehen, sehen wir Gott, erkennen, wie und wer er ist.

Wir sehen nicht nur das Angesicht, sondern das Herz Gottes.

Pfarrerin Christina von Bennigsen

März: Jesus antwortete: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.“ (Lukas 19,40)

Meine erste Assoziation bei diesem Monatsspruch: die „Stolpersteine“, die an viele Stellen in Düsseldorf, aber auch in anderen Städten, in Gehwege und Plätze eingelassen sind. Pflastersteine aus goldfarbenem Metall, in die die Namen und Lebensdaten der früheren Bewohner des Hauses eingeschlagen sind – zusammen mit einem Vermerk über ihr Schicksal: „deportiert, in Auschwitz gestorben“, „ermorden im Rahme der Aktion T4“, „im Osten verschollen“. Die Steine erinnern an frühere Bewohner des Hauses, vor dem sie im Boden verlegt sind, und an deren Schicksal im Dritten Reich: zumeist Juden, manchmal Behinderte, ab und zu auch Menschen im Widerstand.

Das sind für mich ganz buchstäblich Steine, die schreien. Und die uns mit ihrem Geschrei immer wieder aufrütteln aus unserem Alltagstrott: „Erinnert Euch, was geschehen ist, mitten in Eurer Stadt! Seid wachsam und wehrt allem, was wieder in diese Richtung geht! Erhebt Eure Stimme und schreit für die Ohnmächtigen!“

Wovon aber redet Jesus? Wem „antwortet“ er?

Der Monatsspruch führt uns mitten hinein in die Passionsgeschichte – zum Einzug in Jerusalem. Das Lukasevangelium berichtet, wie Jesus die Jünger losschickt, um einen Esel für ihn zu beschaffen, wie er dann auf diesem Tier Einzug hält in die Stadt Davids und von einer jubelnden Menge begrüßt wird „Gesegnet sei er, der König, der im Namen des Herrn kommt!“ Einigen Pharisäern missfällt das Rufen der Menschen. „Meister“ sagten sie zu Jesus „verbiete es deinen Jüngern, so zu reden.“ Sie haben Angst, dass die römische Besatzungsmacht auf das Treiben aufmerksam wird. Einen „König“ könnten die Römer nicht dulden – das wäre ein Aufrührer. Darum soll bitte alles hübsch leise und unauffällig bleiben – nur keine schlafenden Hunde (d.h. Römer) wecken!

Jesus aber sieht das anders: Was wahr ist, muss offenbar werden. Was für die Menschen entscheidend wichtig ist, muss laut werden und gehört werden. Da kann es kein taktisches Schweigen und keine politische Klugheit geben. Die Botschaft von Gottes Weg mit den Menschen, das Evangelium seiner Liebe – es muss hinaus in die Welt! Die ganze Schöpfung drängt darauf, dieses Evangelium zu verkündigen – und wenn’s die Menschen nicht tun, tun’s eben die Steine: „Wenn meine Jünger schweigen, werden die Steine schreien.“.

Was heißt das für uns: Wenn es um das geht, was der innerste Kern unserer Botschaft ist – das Evangelium von der Liebe Gottes, die gute Botschaft, dass Gott jeden Menschen bedingungslos annimmt, trägt und hält – dann kann es kein Schweigen geben und keine Vorsicht. Diese Botschaft muss hinaus. Wir werden sie verkündigen, davon erzählen, andere auf unseren Weg einladen – ganz egal, ob das in diesem Augenblick taktisch klug oder politisch günstig erscheint. Wir Christen erzählen von dem, was uns stärkt und stützt, begeistert und belebt – denn wenn wir es nicht tun, müssten die Steine schreien.

Pfarrerin Dr. Karin Oehlmann

Februar: „Freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind!“ (Lukas 10,20)

Wenn ein Kind geboren wird, dann geben ihm seine Eltern einen Vornamen. Ein Junge wird Leon, Paul, Kurt oder Emil heißen, ein Mädchen vielleicht Clara, Mara oder Lilly.  Der
Nachname liegt meist schon fest, denn der wird von der Mutter übernommen oder vom Familiennamen nach der Eheschließung übertragen.

Namen gehören zu uns wie unser Geschlecht, unsere Blutgruppe oder unsere Gene. Nach Mama und Papa können Kinder meist ihren eigenen Namen aussprechen, ihn schreiben oder später dann mit ihren Anliegen verbinden: „Mara will trinken, Mara will spielen“…

Und wenn wir unsere Kinder mit ihrem ganz eigenen Namen auf dem Spielplatz zu uns rufen, dann sind wir froh und dankbar, wenn sie sich umdrehen und sich mit diesem Namen identifizieren, auch wenn sie gerne noch weiterspielen wollen und vielleicht nicht direkt zu uns eilen. Aber das ist nicht das Entscheidende, das Wichtigste in diesem Moment; ausschlaggebend ist, dass das Kind auf diesen Namen hört und reagiert.

Manch einer ist mit seinem Namen später vielleicht doch nicht ganz zufrieden und möchte fortan mit seinem zweiten Vornamen angeredet werden. Dann wird aus Adelheid auf einmal Johanna, aus Arne der Martin und aus Claudia wird Maria, denn meist verbergen sich hinter den zweiten Vornamen die Namen der Groß- oder sogar Urgroßeltern. Und das ist auch gut so, denn die Ahnen, die oft schon bereits verstorben sind, sollen in unseren Kindern weiterleben oder zumindest daran erinnern.

Aber wenn jemand unseren Namen entweder nicht richtig ausspricht oder absichtlich nicht ernstnimmt und ohne unsere Einwilligung zu einem Kosenamen verkürzt, dann sind wir bekümmert, verletzt oder manchmal auch einfach nur wütend. Da wird aus Luisa die Lu, aus Johannes der Hannes und aus Charlotte die Lotte. Egal wie wir heißen wollen oder andere uns nennen: dieser Name gehört zu uns, zeichnet uns aus, wir identifizieren uns damit und er wird immer an uns erinnern.

Und genau deshalb erinnern uns Grabsteine, Holzkreuze und andere Reliquien an alle unsere Lieben, die wir schon verabschieden mussten. Deshalb bleiben sie in unseren Herzen für immer geborgen, können wir so intensiv auch Jahre danach an sie zurückdenken. Neben ihren Namen werden vielleicht einmal unsere Namen stehen, wenn wir an der Reihe sind. Durch den Tod getrennte Ehepaare werden dann wieder vereint.

Der Evangelist Lukas hat diesen Moment wunderbar in Worte gefasst, indem er sagt: „Freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind“. Mit anderen Worten: Und wenn eure Zeit hier auf Erden zu Ende geht, dann werden eure Namen im Himmel auf ewig bleiben. Und das ganz im Sinne unseres christlichen Glaubens: Der Tod ist nur der Übergang in das ewige Leben bei Gott. Denn: „Eure Namen werden im Himmel verzeichnet sein.“

Pfarrer Dr. Rainer Withöft

Januar:  Viele sagen: "Wer wird uns Gutes sehen lassen?" HERR, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes! (Psalm 4, 7) 

Ich bin ein großer Fan von alten Wörtern. Ich kann mich für deren Herkunft begeistern. Es gibt viele Wörter, die kaum noch jemand kennt, geschweige denn benutzt. Schade, aber das ist der Lauf der Zeit. Sprache ist eben ein Zeichen von Lebendigkeit. Sie wandelt sich und passt sich dem sogenannten Zeitgeist an.
Ein solches vom Aussterben bedrohte Wort ist „Antlitz“. Im aktiven Sprachgebrauch kenne ich niemanden, der ein Gesicht im Alltag als „Antlitz“ bezeichnet. Zuweilen wird es noch im Sinne von „Erscheinungsbild“ verwendet: „Das Antlitz der Stadt hat sich im letzten Jahrhundert gewandelt“. Oder in der Literatur: „Ihr bleiches Antlitz erfüllte ihn mit Schrecken.“

„Antlitz“ kommt aus dem Althochdeutschen. Es setzt sich zusammen aus der Vorsilbe „ant“ (entgegen) und einem mittlerweile ausgestorbenen Wort für „sehen, blicken“. Demnach ist die ursprüngliche Bedeutung von Antlitz „das Entgegenblickende“. Diese Bedeutung gefällt mir. Gerade auch für den Monatsspruch.

Gott ist mein Gegenüber. Gott kommt mir entgegen. Gott blickt mich an. Das hat Folgen für mich. Es wird strahlend hell. Ich leuchte, wenn er mich anschaut. Und ich erkenne. In seinem Licht kann ich Gutes erkennen, das mir vorher verborgen war. In Gottes Licht sehe ich mit anderen Augen als mit meinen. Sehe das Wunder in der Schöpfung. Erkenne in dem Menschen, der mir begegnen, Gottes Ebenbild. Mit diesem Blick ändert sich deren Erscheinungsbild also deren Antlitz. „Der Mensch sieht, was vor Augen ist, Gott aber sieht das Herz“.

Der Monatsspruch stellt die Frage „Wer wird uns Gutes sehen lassen?“ und gibt als Antwort dreierlei: eine Bitte, eine Verheißung und einen Segen: „HERR, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes“.

Was für ein wunderbarer und verheißungsvoller Monatsspruch zu Beginn eines neuen Jahres. Das Motto aus der Adventszeit „Tragt in die Welt nun ein Licht“ kann ich so weiterführen. Lichtblicke schaffen für mich, indem ich ins Staunen komme und Gutes entdecke. Und Lichtblicke schaffen für andere.
Im Vertrauen auf die Verheißung „Gottes Licht leuchte über mich“ gehe ich hoffnungsvoll, gestärkt und gesegnet in den Januar und ins Neue Jahr.

HERR, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes. Amen

Diakonin Beate Albert

Die Kirchenmaus erzählt

Hier kommt ihr zum Kindergottesdienst und könnt euch biblische Geschichten für Kinder auf unserem YouTube-Kanal anschauen.

Video-Andachten und geistliche Impulse Januar - April 2021

Geistlicher Impuls für Sonntag Jubilate, 25.04.2021 mit Pfarrer Dr. Withöft

Wünsche, Pläne und Erwartungen bestimmen unser Leben. Und dann kommt auf einmal alles anders. „Das Leben ist das, was passiert, während man and’re Pläne macht.“
Hier geht's  zum geistlichen Impuls.

Andacht zum Valentinstag mit Pfarrer Dr. Rainer Withöft

Am Valentinstag nimmt uns Pfarrer Dr. Rainer Withöft mit auf eine buchstäbliche Reise zum Wort „Valentin“. Evelin Affolderbach umrahmt die Andacht zum Valentinstag mit vier heiteren Werken auf der Seiffert-Orgel der Gustav-Adolf-Kirche.  Hier geht's  zur Andacht.

Geistlicher Impuls zur Jahreslosung 2021 mit Diakonin Beate Albert (Teil 3)

„Seid barmherzig, wie auch Euer Vater barmherzig ist!“ So lautet die Jahreslosung für das Jahr 2021. Begleiten Sie unsere Diakonin Beate Albert auch im letzten Teil ihrer Reise zu diesem Bibelwort! Die drei Teile sind eigenständige Impulse, es ist also nicht zwingend notwendig, sie alle oder in der richtigen Reihenfolge zu sehen und zu hören.
Hier geht es zum geistlichen Impuls.

Geistlicher Impuls zur Jahreslosung 2021 mit Diakonin Beate Albert (Teil 2)

„Seid barmherzig, wie auch Euer Vater barmherzig ist!“ So lautet die Jahreslosung für das Jahr 2021. Begleiten Sie unsere Diakonin Beate Albert auch im zweiten Teil ihrer Reise zu diesem Bibelwort! Teil 3 folgt dann am Samstag dieser Woche.  Die Teile sind eigenständige Impulse, es ist also nicht zwingend notwendig, sie alle oder in der richtigen Reihenfolge zu sehen und zu hören.  Hier geht's zur Andacht.

Geistlicher Impuls zur Jahreslosung 2021 mit Diakonin Beate Albert (Teil 1)

„Seid barmherzig, wie auch Euer Vater barmherzig ist!“ So lautet die Jahreslosung für das Jahr 2021. Begleiten Sie unsere Diakonin Beate Albert ab heute auf einer dreiteiligen Reise zu diesem Bibelwort! Die Teile 2 und 3 folgen am Donnerstag und Samstag dieser Woche.
Die Teile sind eigenständige Impulse, es ist also nicht zwingend notwendig, sie alle oder in der richtigen Reihenfolge zu sehen. Hier kommen Sie zum ersten geistlichen Impuls.

Matinéen 2021

Sonntag, 31.01.2021, musikalisch-liturgische Matinée

Heute möchten wir Sie zu einer Matinée einladen. Dazu begrüßen Sie Evelin Affolderbach, Christiane Sauer und Nicole Mechtenberg. Sie hören Werke von Salomé, Buxtehude und Händel sowie ausgewählte Texte. Hier geht's zur Matinée.

Video-Gottesdienste, geistliche Impulse, Matinéen Karwoche und Ostern 2021

Matinée am Ostermontag mit österlichen Texten

Am Nachmittag des Ostermontags laden Sie Nicole Mechtenberg und Pfarrer Michael Opitz zu einer Video-Matinée mit österlichen Texten ein. Die Texte sind umrahmt von einer Sonata da chiesa (Kirchensonate) von Arcangelo Corelli. Es spielen: Susanne Oesterlee und Klaus Niel an der Violine, Yuko Uenomoto am Cello und Christiane Sauer an der Truhenorgel.
Hier geht's ab 15:00 Uhr zur Matinée.

Festgottesdienst am Ostermorgen mit Pfarrer Dr. Withöft

Am Ostersonntag begrüßt Sie Pfarrer Dr. Rainer Withöft zum Festgottesdienst aus der Gustav-Adolf-Kirche. Die musikalische Begleitung mit Liedern zu Ostern übernimmt das Quartett der Kantorei unter der Leitung von Evelin Affolderbach. Hier geht's ab 10:30 Uhr zum Gottesdienst.

Gottesdienst in der Osternacht mit Pfarrerin von Bennigsen

An der Wende von der Karwoche zum Ostermorgen begehen wir die Nacht der Nächte mit einem feierlich-besinnlichen Gottesdienst in der Osternacht mit Lichtfeier und Klängen aus Taizé. Der Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrerin von Bennigsen wird von Barbara Schulz (Lektorin), dem Kleinen Chor und Christiane Sauer (Orgel) mitgestaltet. 
Hier geht's ab 22:00 Uhr zum Gottesdienst.

Andacht am Karfreitag mit Pfarrer i.R. Michael Opitz

Am Karfreitag lädt Pfarrer Michael Opitz zu einer Andacht aus der Gustav-Adolf-Kirche ein. Das Quartett der Kantorei begleitet die Andacht mit Liedern in Gedenken an das Leiden und Sterben Jesu Christi am Kreuz. Hier geht's ab 10:30 Uhr zur Andacht.

Video-Gottesdienste Januar - März 2021

Kantatengottesdienst am Sonntag Lätare mit Pfarrer Dr. Rainer Withöft  

Der heutige Gottesdienst wartet gleich mit mehreren musikalischen Highlights auf. Erleben Sie den kleinen Chor der Gustav-Adolf-Kirche unter der Leitung von Christiane Sauer. Für die instrumentale Begleitung sorgen Susanne Oesterlee und Klaus Niel an der Violine sowie Yuko Uenomoto am Cello. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht das Lied „Jesu, meine Freude“.  Der Gottesdienst wurde vorab aufgenommen.  Hier geht's  zum Gottesdienst.

Sonntag Sexagesimä Video-Gottesdienst mit Pfarrerin Christina von Bennigsen

Mit dem Beginn der Vor-Passionszeit laden wir Sie heute herzlich ein, den Gottesdienst am Sonntag Sexagesimä mit uns zu feiern. Pfarrerin Christina von Bennigsen predigt über das Gleichnis vom Sämann aus dem Lukas-Evangelium. Hier geht's zum Gottesdienst.

Kindergottesdienst am 2. Sonntag nach Epiphanias mit Pfarrerin Christina von Bennigsen

Herzlich willkommen zum Kindergottesdienst. Das Thema ist passend zur Jahreslosung 2021 die Geschichte vom verlorenen Sohn und dem barmherzigen Vater.
Klicken sie rein und feiern sie mit! Hier geht's zum Gottesdienst

Gottesdienst am 1. Sonntag nach Epiphanias mit Pfarrer Dr. Rainer Withöft

Andreas Kliem an der Orgel

Guten Morgen am 1. Sonntag nach Epiphanias! Heute begrüßt Sie Dr. Rainer Withöft zu unserem Online-Gottesdienst aus der Gustav-Adolf-Kirche. Den musikalischen Rahmen bildet Max Regers Introduction und Passacaglia in d-moll. Hier geht's zum Gottesdienst.

Video-Gottesdienste Archiv für Dezember 2020

Gottesdienst am Altjahresabend mit Pfarrerin Dr. Karin Oehlmann

Das Jahr geht zu Ende. Und was für eins. Feiern Sie am Altjahresabend mit Pfarrerin Dr. Karin Oehlmann Gottesdienst und lassen Sie auch für sich das Jahr 2020 noch einmal Revue passieren. Kommen Sie gut und gesund ins neue Jahr! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen. Hier kommen Sie zum Gottesdienst.

Gottesdienst am 1. Weihnachtstag mit Pfarrerin Christina von Bennigsen

Am 1. Weihnachtstag laden Pfarrerin Christina von Bennigsen, Barbara Schulz, Christiane Sauer und unser Posaunenchor Sie zu einem festlichen Weihnachtsgottesdienst in die Gustav-Adolf-Kirche ein. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und freuen uns darauf, Sie alle möglichst schnell und gesund wiederzusehen. Hier geht's zum Gottesdienst. 

Christmette mir Pfarrer Dr. Rainer Withöft

Weihnachten 2020. Feiern Sie mit uns die Christmette in der Gustav-Adolf-Kirche! Pfarrer Dr. Withöft, Nicole Mechtenberg, Evelin Affolderbach und ein Quartett unserer Kantorei laden Sie ein zu einem festlichen Gottesdienst. Hier geht's zum Gottesdienst.

Gottesdienst zum 4. Advent mit Pfarrer Dr. Rainer Withöft

Am 4. Advent begrüßt Pfarrer Dr. Rainer Withöft den Kreiskantor aus Wuppertal, Jens-Peter Enk. Freuen Sie sich auf ein besonderes Musikerlebnis an der Seifert-Orgel aus der Gustav-Adolf-Kirche. Hier geht' s zum Gottesdienst.


Gottesdienst zum 3. Advent mit Pfarrerin Dr. Karin Oehlmann

Wir grüßen Sie herzlich am heutigen 3. Advent! Erleben Sie den Gottesdienst mit Pfarrerin Dr. Karin Oehlmann aus der Gustav-Adolf-Kirche. Machen Sie sich einen schönen 3. Adventssonntag!  Hier geht' s  zum Gottesdienst.

Gottesdienst zum 2. Advent mit Pfarrer Dr. Rainer Withöft

Wir wünschen Ihnen einen frohen 2. Advent und Nikolaustag! Zwei bekannte Gesichter in anderen Rollen: Heute begleiten uns unsere beiden Kirchenmusikerinnen durch den Gottesdienst mit Pfarrer Dr. Rainer Withöft. Freuen Sie sich auf Christiane Sauer an der Querflöte mit Klavierbegleitung von Evelin Affolderbach.
Hier geht' zum Gottesdienst.

Gottesdienst zum 1. Advent mit Pfarrerin Christina von Bennigsen

Wir wünschen Ihnen einen frohen 1. Advent! Heute starten unsere Adventsgottesdienste mit besonderen musikalischen Schwerpunkten. Den Anfang macht Luise Garbisch an der Harfe im Gottesdienst mit Pfarrerin Christina von Bennigsen. Hier geht' zum Gottesdienst.

Video-Andachten und geistliche Impulse November 2020

Geistlicher Impuls „Krach in der Familie“ von Pfarrer Michael Opitz

Kurz vor dem 1. Advent geht's noch einmal zur Sache: Es gibt Krach in der Familie. Pfarrer Michael Opitz macht sich seine Gedanken dazu. Wir wünschen Ihnen einen guten und harmonischen Start in das 1. Adventswochenende! Hier geht' zum geistlichen Impuls.

Geistlicher Impuls "Friedhof" von Pfarrer i.R. Michael Opitz

Zum Start in die Woche nach dem Ewigkeitssonntag berichtet uns Pfarrer Michael Opitz heute von einem Obdachlosen, der auf dem Friedhof wohnt. Auf dem Friedhof, weil er nirgendwo sonst Ruhe und Würde fand. Kommen Sie behütet in diese Woche im November! Hier geht' zum geistlichen Impuls.

Geistlicher Impuls "Zugfahrt" von Pfarrer i.R. Michael Opitz

Kennen Sie das? Da läuft etwas schief und unser erster Impuls ist: Daran sind die anderen Schuld! Der Umgang mit den eigenen Fehlern und das Gefühl, im falschen Zug zu sitzen, davon berichtet uns heute Pfarrer Michael Opitz. Hier geht' zum geistlichen Impuls.

Video-Andachten und geistliche Impulse Juni bis September 2020

Geistlicher Impuls „Charlie Brown“ von Pfarrer Michael Opitz

Fast auf den Tag genau vor 70 Jahren (genauer gesagt war es der 2. Oktober 1950) erschienen zum ersten Mal die Peanuts von Charles M. Schulz. Dieses reale Welttheater kleiner und großer Leute selbst (wie Denis Scheck dazu ausführte) greift Pfarrer Michael Opitz auf, wenn er Ihnen von seinen Gedanken zur Psychotherapie Charlie Browns erzählt.

Hier geht's zum geistlichen Impuls.

Geistlicher Impuls „Der gute Hirte“ von Pfarrer Michael Opitz

Pfarrer Michael Opitz nimmt uns mit in das Schlafzimmer unserer Großeltern. Was es damit wohl auf sich hat und warum der gute Hirte hier wortwörtlich „ins Bild“ passt erfahren Sie mit nur einem Klick. Hier geht's zur Andacht.

Geistlicher Impuls „Hoffen und Warten“ von Pfarrer Michael Opitz 

Kennen Sie das Gefühl des Wartens und Hoffens auf etwas? Nicht nur der Volksmund und die Literatur verarbeiten dieses Paar „Hoffen und Warten“, auch der Apostel Paulus tut dies. Und davon erzählt heute Pfarrer Michael Opitz: Gott verspricht viel und hält alles.  Hier geht's zur Andacht. 

Video-Gottesdienste Archiv September, Oktober, November 2020

Gottesdienst zum vorletzten Sonntag des Kirchenjahres  mit Pfarrer Dr. Rainer Withöft

An diesem Sonntagabend laden wir Sie ein, unseren Gottesdienst mit uns nachzufeiern. Pfarrer Dr. Rainer Withöft predigt am Volkstrauertag über einen Text aus Römer 8: Hoffnung für die Schöpfung. Kommen Sie gut durch den Abend und in die nächste Woche! Hier geht's zum Gottesdienst.

Gottesdienst zum Reformationsfest mit Pfarrer Dr. Rainer Withöft

Wir begrüßen Sie zu unserem Gottesdienst am Reformationstag! Pfarrer Dr. Rainer Withöft erinnert an den Thesenanschlag Martin Luthers vor nunmehr 503 Jahren und stellt die sich daran anschließenden Ereignisse in einen aktuellen Kontext. Worum es geht? Es geht um das Erbarmen Gottes und die Frage, wie dieses „Produkt“ wohl in Kaufhäusern vermarktet werden würde... Hier geht's zum Gottesdienst.

Gottesdienst zum 19. Sonntag nach Trinitatis (Pfarrerin Christina von Bennigsen)

Seien Sie herzlich Willkommen zum Online-Gottesdienst am 19. Sonntag nach Trinitatis aus der Gustav-Adolf-Kirche! Heute begrüßt Sie Pfarrerin Christina von Bennigsen. Für die musikalischen Highlights auf der Orgel bedanken wir uns bei Andreas Kliem.

Hier geht' zum Gottesdienst.

Gottesdienst zum Erntedankfest mit Pfarrer Dr. Rainer Withöft und Verabschiedung von Pfarrer Michael Opitz

Am heutigen Sonntag sagen wir Danke; und zwar doppelt. Danke, weil heute das Erntedankfest ist. Und Danke an Pfarrer Michael Opitz, weil wir uns nun von ihm verabschieden müssen. Aus einer kurzen Vertretung von geplanten sechs Monaten sind 2,5 tolle Jahre geworden. Sehen Sie die Aufzeichnung des heutigen Gottesdienstes aus der Gustav-Adolf-Kirche mit Pfarrer Dr. Rainer Withöft, musikalisch begleitet von Sängerinnen und Sängern der Kantorei.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit und beteiligen sich an unseren Kollekten! Für beide Kollekten nutzen Sie bitte unser Konto bei der Stadtsparkasse Düsseldorf mit der IBAN DE87300501101006117277.

Hier geht' zum Gottesdienst.

Gottesdienst am 15. Sonntag nach Trinitatis mit Pfarrer Michael Opitz

KSeien Sie herzlich Willkommen zum Online-Gottesdienst am 15. Sonntag nach Trinitatis aus der Gustav-Adolf-Kirche! In seiner Predigt über einen Text aus dem 1. Buch Mose spannt Pfarrer Michael Opitz den Bogen vom göttlichen Schöpfungsakt zur Bewahrung der Schöpfung in unserer Gegenwart.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit und beteiligen sich an unseren Kollekten! Für beide Kollekten nutzen Sie bitte unser Konto bei der Stadtsparkasse Düsseldorf mit der IBAN DE87300501101006117277

Hier geht's ab 10:30 Uhr zum Gottesdienst.

Gottesdienst zum 11. Sonntag nach Trinitatis mit Pfarrerin Dr Karin Orhlmann

2020 - Das Jahr des Abschieds, Umbruchs und Neubeginns. Und so begrüßen wir heute unsere neue Pfarrerin Dr. Karin Oehlmann zu ihrem ersten Gottesdienst - online hier sowie in der Gustav-Adolf-Kirche. Der Gottesdienst dreht sichum das Begriffspaar Demut und Gnade; zwei Begriffe, die eher nicht zu unserer Alltagswelt gehören und doch zentral sind für ein gutes Leben. Seien Sie also neugierig: auf Frau Dr. Oehlmann und unseren Gottesdienst zum 11.Sonntag nach Trinitatis!

Hier geht's zum Gottesdienst.

Video-Gottesdienste -  Archiv Juli und August 2020

Gottesdienst am 9. Sonntag nach Trinitatis mit Pfarrer Michael Opitz

An diesem sommerlich heißen 9. Sonntag nach Trinitatis begrüßt Sie Pfarrer Michael Opitz zum Online-Gottesdienst Ihrer Kirchengemeinde. In seiner Predigt über einen Text aus dem Brief des Paulus an die Philipper begegnen wir unseren Widersprüchen und den Brüchen in unserem Leben. Was erachten wir für wichtig, wie gehen wir mit unseren und den Schwächen der anderen um? Sind wir O.K., so wie wir sind?  Hier geht's  zum Gottesdienst. 

Gottesdienst am 7. Sonntag nach Trinitatis mit Pfarrerin Christina von Bennigsen 

Guten Morgen an diesem 7. Sonntag nach Trinitatis! „Platz ist in der kleinsten Hütte“, so sagt der Volksmund über die Gastfreundschaft. Und die ist auch das zentrale Thema im Gottesdienst von Christina von Bennigsen. In diesem Sinne also: Seien Sie uns willkommen, heute und auch sonst immer! Hier geht's ab 10:30 Uhr zum Gottesdienst. 

Gottesdienst am 5. Sonntag nach Trinitatis mit Pfarrer Michael Opitz

Michael Opitz predigt heute über dumme und kluge Schafe, über dumme und kluge Hirten. Sie ahnen es vielleicht bereits: Es geht um den guten Hirten aus dem Johannes-Evangelium. Lassen Sie sich inspirieren und kommen Sie mit uns gut durch diesen Sonntag! Hier geht's zum Gottesdienst. 

Video-Gottesdienste - Archiv Mai und Juni 2020

Gottesdienst am 3. Sonntag nach Trinitatis mit Pfarrerin Christina von Bennigsen 

Am  3. Sonntag nach Trinitatis! begrüßt Pfarrerin Christina von Bennigsen  Sie zu unserem Gottesdienst. Sie predigt über einen Text des Propheten Micha zu den stets aktuellen Themen Vergebung und Barmherzigkeit. Hier geht's  zum Gottesdienst. 

Gottesdienst am 2. Sonntag nach Trinitatis mit Entpflichtung Pfarrer Olaf Steiner

 © Foto  Sergej Lepke

35 Jahre Pfarrer in Gerresheim. Bis Sonntag. Da hieß es nun Abschied nehmen von Olaf Steiner in der Gustav-Adolf-Kirche. Leider konnten auf Grund der bestehenden Einschränkungen nur wenige Gemeindemitglieder dabei sein. Deshalb laden wir Sie alle ein, den Abschiedsgottesdienst noch einmal virtuell mitzuerleben! Die Kirchengemeinde bedankt sich auch auf diesem Wege für 35 bewegte und bewegende Jahre. Hier geht's zum Gottesdienst. 

Gottesdienst am 2. Sonntag nach Trinitatis mit Diakonin Beate Albert

Diakonin Beate Albert verabschiedet heute die langjährige Koordinatorin unserer Hausaufgabenhilfe Veronica Borgovan. Feiern Sie diesen Gottesdienst gemeinsam mit uns. Der Gottesdienst mit der Verabschiedung von Veronica Borgovan ist hier online zu sehen.

Gottesdienst am 1. Sonntag nach Trinitatis mit Pfarrer Dr. Withöft

Am  1. Sonntag nach Trinitatis lädt Sie Pfarrer Dr. Rainer Withöft herzlich zum Gottesdienst ein. Er predigt über das große Abendmahl aus dem Lukas-Evangelium. Der Gottesdienst ist  hier online zu sehen.

Gottesdienst am Sonntag Trinitatis mit Pfarrerin Christina von Bennigsen

Heute, am Sonntag Trinitatis, ist ein besonderer Sonntag. Wir freuen uns, dass Pfarrerin Christina von Bennigsen heute ihren ersten Gottesdienst in unserer Gemeinde zusammen mit uns feiert. Ein ganz herzliches Willkommen und Ihnen allen, die sie hier hereinschauen einen schönen Sonntag!
Der Gottesdienst ist  hier online zu sehen.

Gottesdienst zu Pfingsten mit Pfarrer Dr. Rainer Withöft

Bild Beschreibung und Fotografen Credits

Pfingsten, 50 Tage nach Ostern. Was war das für eine Zeit in 2020. Aber, 50 Tage nach Ostern ist Gottesdienst wieder möglich. Ob nun ganz persönlich in der Gustav-Adolf-Kirche oder hier online. Lassen Sie uns dieses Hochfest, lassen Sie uns das Kommen des Heiligen Geistes gemeinsam feiern. Hier geht's zum Gottesdienst,

24. Mai Exaudi - Gottesdienst mit Pfarrer i.R. Michael Opitz

Am 6. Sonntag nach Ostern, Exaudi, beginnen wir endlich wieder mit Gottesdiensten in der Gustav-Adolf-Kirche. Den Anfang macht Pfarrer Michael Opitz. Er predigt aus dem Brief des Paulus an die Römer, dass der Heilige Geist als unser Fürsprecher vor Gott tritt. Sie können den Gottesdienst per Video mitfeiern. Er wurde vorab aufgenommen.
Hier geht's zum Gottesdienst. Bleiben Sie behütet.

Video-Andachten und geistliche Impulse von April und Mai 2020

Christi Himmelfahrt

Hier geht's zur Andacht. Heute begehen wir Christi Himmelfahrt. Pfarrer Dr. Rainer Withöft begleitet uns in diesen Tag im Mai mit seinem geistlichen Impuls im Spagat zwischen Feier- und Vatertag. 

Rogate - Ist Beten noch zeitgemäß?

Ist Beten noch in Mode, zeitgemäß? Unterliegt es auch dem Zeitgeist? Diesen Fragen geht Pfarrer Dr. Rainer Withöft am Sonntag Rogate nach. Hier geht's zur Andacht.

Segen anlässlich der verschobenen Konfirmation

Hier geht's zum Segen. Es klingt nicht nur nach einer Wiederholung, leider ist es auch eine. Ebenso wie am vergangenen Sonntag, so hätten wir gerne auch am heutigen Sonntag mit unseren Jugendlichen Konfirmation gefeiert. Nun werden wir dies auf Grund der Corona-Pandemie später im Jahr nachholen. Trotzdem soll das Ereignis heute nicht untergehen. Und so spricht Pfarrerin Felicitas Schulz-Hoffmann den Jugendlichen (und uns allen, die wir zusehen) den Segen Gottes zu. Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Sonntag! Bleiben Sie behütet!

10. Mai - Kantate

Hier geht's zur Andacht. Am heutigen Sonntag - Kantate (und Muttertag!) - hätten wir eigentlich zwei Konfirmationen gefeiert. Die wurden nun verschoben. Auch etwas, das in dieser Form und unter diesen Umständen noch nie da war. Diakonin Beate Albert greift diesen Umstand auf und nimmt uns mit in die Welt der Lieder und ihre Bedeutung für jeden von uns. Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben einen schönen, behüteten Sonntag!

Geistlicher Impuls zum Muttertag

Pfarrer Dr. Rainer Withöft erklärt die Entstehung und Hintergründe zu diesem besonderen Feiertag. Hier geht's zur Andacht.

Geistlicher Impuls "Der Jünger Thomas"

Hier geht es zum geistlichen Impuls. Am heutigen Sonntag nimmt uns Pfarrer Dr. Rainer Withöft mit auf die Entdeckungsreise zum Jünger Thomas. Schließen Sie sich ihm doch an und begleiten Sie ihn! Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Sonntag! Bleiben Sie behütet! 

Andacht vom Gleichnis vom Senfkorn und vom Sauerteig - anlässlich der Verabschiedung von Annica Nawrath

Hier geht's zur Andacht. Unser heutiger Beitrag behandelt das Thema Abschied. Wir verabschieden heute nicht nur den April, sondern auch unsere langjährige und geschätzte Mitarbeiterin in der Kinder- und Jugendarbeit Annica Nawrath. Diakonin Beate Albert erinnert in diesem Zusammenhang in ihrer Andacht an das Gleichnis vom Senfkorn. Wir alle bedanken uns bei Annica Nawrath für die großartige Zusammenarbeit und schönen Momente und wünschen ihr für ihren weiteren beruflichen Werdegang in der Grundschule von Herzen alles Gute! (Und ach ja, Annica, wir freuen uns immer über Deinen Besuch!)

Geistlicher Impuls „Wenn die Seele Ruh' hat“ 

Es sind unruhige Zeiten. Zuhause sein = Ruhe haben? Das sieht bei den meisten im Moment ganz anders aus. Folgen Sie am heutigen Sonntag den Gedanken von Pfarrer Michael Opitz zu diesem Thema. Wir wünschen Ihnen trotz der weiter andauernden Herausforderungen einen schönen Frühlingssonntag! Hier geht es zur Andacht. Bleiben Sie behütet!

Weißensonntag Quasimodogeniti

Hier kommen Sie zur Andacht. Fast zwei Wochen dauert die Osterzeit nun schon an. Begleiten Sie Pfarrer Dr. Rainer Withöft und seinen geistlichen Impuls unter Mitwirkung unserer Organistin Evelin Affolderbach. Es geht um die Farbe weiß und den doch irgendwie sperrig daher kommenden Begriff Quasimodogeniti. Bleiben Sie neugierig

Video-Andachten und geistliche Impulse aus der Passions- und Osterzeit 2020

Hier kommen Sie zur Oster-Andacht. Ostern ist das Urdatum der Kirche. Wir feiern die Auferstehung Jesu Christi. Mit dem geistlichen Impuls von Pfarrer Dr. Rainer Withöft und dem Orgelstück "Wir wollen alle fröhlich sein" wünschen das Presbyterium sowie alle Mitarbeitenden Ihrer Kirchengemeinde Ihnen von Herzen: Frohe Ostern!

Karsamstag

An diesem Tag zwischen Karfreitag und Ostersonntag lässt uns Pfarrer Michael Opitz an seinen Gedanken zum Thema 'Dienen' auf Basis von Zeilen aus dem Matthäus-Evangelium teilhaben. Hier kommen Sie zur Andacht.

Karfreitag

Hier kommen Sie zur Andacht von Pfarrerin Schulz-Hoffmann. Wir gedenken heute des Sterbens Jesu Christi am Kreuz.

Gründonnerstag

Hier hören Sie einen geistlichen Impuls von Pfarrer Dr. Withöft. Wir gedenken des letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern.

75. Todestag von Dietrich Bonhoeffer

Hier kommen Sie zur Andacht von Pfarrer Steiner. Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag.

Andacht zum Palmsonntag

Hier finden Sie die Andacht zum Palmsonntag von Pfarrer Dr. Withöft

Geistlicher Impuls aus dem Lukasevangelium

Hier finden Sie den dritten geistlichen Impuls von Pfarrer Michael Opitz zum Lukas-Evangelium! 

Geistlicher Impuls über das Weizenkorn - einer "Revolution" zur Hoffnung

Hier finden Sie die zweite Andacht von Pfarrer Opitz, Was verbindet ein Weizenkorn wohl mit einem Schnürsenkel?

Leben in Zeiten von Corona - Geistlicher Impuls von Pfarrer Michael Opitz

Klicken Sie hier, um Pfarrer Opitz zu hören. Vielleicht lassen Sie sich von seiner Idee inspirieren, innere Vorräte anzulegen.

Das Kirchenjahr evangelisch

Auf Kirchenjahr evangelisch gibt es eine Übersicht, was für alle anderen Sonn- und Feiertage für die Gottesdienste vorgesehen ist. Dort finden Sie den Predigttext, Lesungen, Gebete, Lieder und kurze Texte. Einfach mal vorbeischauen.

Gesammelte schriftliche Andachten zu den Monatssprüchen 2020

Dezember: Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut! (Jesaja 58,7) 

Mir kommt zum Monatsspruch im Dezember folgendes Märchen in den Sinn:

Es war einmal eine alte Frau, der hatte der liebe Gott versprochen, sie heute zu besuchen. Darauf war sie nun nicht wenig stolz. Sie scheuerte und putzte, buk und tischte auf. Und dann fing sie an, auf den lieben Gott zu warten.
Auf einmal klopfte es an die Tür. Geschwind öffnete die Alte, aber als sie sah, dass draußen nur ein armer Bettler stand, sagte sie“ „Nein, in Gottes Namen, geh heute deiner Wege“ Ich warte gerade auf den lieben Gott, ich kann dich nicht aufnehmen.“ Und damit ließ sie den Bettler gehen und warf die Tür hinter ihm zu. Zwei weitere Bettler, die bei ihr anklopften, schickte sie ebenfalls weg: „Ich warte auf den lieben Gott. Ich kann euch nicht aufnehmen.“ Und die Alte fing aufs Neue an zu warten.
Die Zeit ging hin, Stunde um Stunde. Es ging schon auf den Abend zu, und immer noch war der liebe Gott nicht zu sehen. Wo mochte er nur geblieben sein?
Zu guter Letzt musste sie betrübt zu Bett gehen. Bald schlief sie ein. Im Traum erschien ihr der liebe Gott. Er sprach zu ihr: „Dreimal habe ich dich heute aufgesucht, und dreimal hast du mich nicht empfangen.

In der Adventszeit warte ich auch auf den lieben Gott. Auf die Geburt seines Sohnes. Ich schmücke die Wohnung, fülle den Kühlschrank und putze gründlicher als sonst. Ich möchte diese Zeit aber auch für einen inneren Hausputz nutzen. Will mir Zeit nehmen, mein Verhältnis mit Gott ins Reine zu bringen. Quasi meinen inneren Müll entsorgen. Entrümpeln, was sich so alles angesammelt hat und mir den Raum und den Blick für das Wesentliche versperrt. Eben die Ankunft von Jesus. Auf das, was Jesus gepredigt und vorgelebt hat. Und dem ich folgen möchte. Ganz konkret.
Konkret handeln wie im  Monatsspruch bei Jesaja. Oder gut 700 Jahre später im Matthäusevangelium: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan,“ Ich möchte nicht, dass es mir so ergeht wie der alten Frau in dem Märchen: Gott klopft bei mir an, und ich lasse ihn nicht rein.

Diakonin Beate Albert

November: Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten, spricht Gott, der Herr (Jeremia 31,9)

Die Hebamme unserer Kinder hat einmal zu mir gesagt, sie mag „tough“ und erfahren sein, „cool“ und manchmal abgebrüht, manche Mütter bezeichnen sie als rau und kalt, andere wiederum als aufmerksam und vor allem emphatisch. Wie dem auch sei, so konterte sie geschickt, was auch immer zuträfe, eines könne sie mit Sicherheit sagen: Wenn sie eine Mutter daheim in ihrem Hause besucht, während ein Kind im Hintergrund weint, dann muss sie sich erst einmal darum kümmern, das verzweifelte Kind auf den Arm- und in Obhut nehmen, es trösten und beruhigen. Das habe ich mir gemerkt, denn es hat mich berührt.

Was hat es damit auf sich? Ich habe damals gelernt, dass weinende Kinder in irgendeiner Weise verunsichert und irritiert sind, sie suchen Nähe, Aufmerksamkeit, Liebe und Trost. Vielleicht leiden sie an Hunger und Durst oder haben Blähungen, Schmerzen, Ängste oder einfach nur eine volle Windel. Auf jeden Fall brauchen sie etwas, irgendetwas, aber auf gar keinen Fall Ignoranz, Strafandrohungen, autoritäre Unterweisung oder gar ein physisches „Zurechtweisen“…

Wenn ich einmal weinen muss, weil ich gerührt bin oder verängstigt, dann suche ich Nähe zu Menschen, die mir etwas bedeuten, von denen ich mir Trost und Anteilnahme erhoffe. Das kann dann funktionieren, manchmal aber auch nicht, weil mein Umfeld Angst vor Gefühl, vor Nähe, vor Trauer hat. Deshalb ist es um so wichtiger, dass ich immer auf die Begleitung und Fürsorge meines Herrn und Heilandes vertrauen darf. Gott sagt mir nämlich empathische Nähe zu. Der Monatsspruch November bringt diesen Zuspruch noch einmal uneingeschränkt zum Ausdruck, wenn es in Jeremia 31 heißt: „Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten…“ Das gilt und hat Format! Weinende Menschen soll man nicht abweisen, sondern trösten und begleiten. So hat Jesus auf traurige, verzweifelte, verunsicherte und irritierte Menschen reagiert, indem er sich ihrer angenommen hat. Und so können auch wir mit Menschen umgehen, die unsere Hilfe und Begleitung suchen. Ich will doch auch von Menschen aus meinem Umfeld getröstet werden, wenn meine Augen feucht werden und mein Mut mich verlässt. Ich wünsche mir dann auch Fürsprache und Wohlwollen. Deshalb soll uns dieser Monatsspruch für November, dem „kulturlosen“ Monat des zweiten Lockdowns, wo nichts mehr sein darf, wie es im Sommer wieder aufkeimen konnte, Hoffnung machen, dass unsere Tränen getrocknet werden und unsere Verzweiflung gehört wird. Möge Gott, der Herr, alle die annehmen und stärken, die jetzt nicht wissen, wie das Morgen noch weitergehen kann. Denn das sollte uns stets Gewissheit sein: Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Pfarrer Dr Rainer Withöft

Oktober: „Suchet der Stadt bestes und betet für sie zum Herrn; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s euch auch wohl.“ (Jer. 29,7)

Auch als Christinnen und Christen sind wir Bewohner dieser Welt, sind wir Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, dieses Landes. Und sollen entsprechend handeln. Das lese ich als Grundaussage dieses Verses aus dem Jeremiah-Buch. Und das gefällt mir gut, denn ich finde es wichtig, dass wir Christen uns nicht benehmen, als lebten wir auf einem anderen Stern. Wie eng das Wohlergehen des Einzelnen (sei er nun Christ oder nicht) mit dem Wohlergehen Aller in Zusammenhang steht, erleben wir in diesen Monaten besonders deutlich: alle müssen mitmachen, um das Virus in Schach zu halten – jeder einzelne zählt!

Was mir aber auch gefällt: der Vers fordert uns nicht nur einfach auf, gute Stadt- bzw. Staatsbürger zu sein. Nein, er fordert von uns einen besonderen Dienst, den nur Glaubende für Stadt oder Staat tun können: ‚betet für sie zum Herrn‘. Jeder kann sich an die Gesetze halten und seinen Beitrag zum Gemeinwesen leisten; aber nur ein Glaubender kann Gottes Segen für das Zusammenleben erbitten und aus dem Glauben an Gottes Mit-Sein heraus für die Stadt und ihre Bewohner eintreten. Lasst uns das tun!

Ihre Pfarrerin Dr. Karin Oehlmann

September: Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat. 2.Kor 5,19 (E)

Wie ein Fest nach langer Trauer,
wie ein Feuer in der Nacht,
ein offnes Tor in einer Mauer,
für die Sonne aufgemacht.
Wie ein Licht auf steilen Klippen,
wie ein Erdteil neu entdeckt.
Wie der Frühling, wie der Morgen – so ist Versöhnung.

(EG 660)

Ich mochte dieses Lied immer. Beschreibt es doch, wie unglaublich gut und erleichternd sich Versöhnung anfühlen kann. Allerdings kann auch der Eindruck entstehen, dass Versöhnung immer nur schön und leicht ist. Aber das stimmt nicht. Versöhnung kann unglaublich schwer sein. Und Versöhnung ist nichts für Feiglinge. Denn dazu begegnet man sich selbst oft in zweierlei Gestalt – als Täter und als Opfer.

Man kann sich das ganz gut im Blick auf die eigene Lebensgeschichte klar machen. Viele von uns tragen in sich Brüche und Verwundungen aus Kindheitstagen. Da waren die Eltern, die einem immer wieder aufs Neue signalisiert haben: Du kannst das nicht. Du bist zu dick. Zu dumm. Zu faul. Zu laut. Stetig wurde das Gefühl genährt, nicht richtig, nicht gut genug zu sein. Und so hinkt man dann los ins Leben. Doch womöglich haben die Eltern nur weitergegeben, was sie selbst erlitten haben. Und so hängen wir über Generationen fest in endlosen Ketten von Verletzungen und Kränkungen. Dieses Eingewoben-Sein in die endlose Geschichte von zerstörerischen Erfahrungen nennt die Bibel „Sünde“.

Und die Versöhnung mit solchen Geschichten und Erfahrungen ist wahrhaft nichts für Feiglinge. Sich mutig und aufrichtig seiner eigenen, auch dunklen Geschichte erinnern. Die eigenen Verwundungen anschauen lernen, ihnen einen Ort in der eigenen Biographie zu zuweisen. Das kann höllisch wehtun. Aber nur so habe ich die Möglichkeit, Herr zu werden über meine Erfahrungen und über das, was andere mir zugefügt haben. Ich komme in eine Position der Stärke. Aus der heraus ich dann vergeben kann.

Und oft stehe ich auch auf der anderen Seite – Als Täter. Wir werden ja nicht nur gekränkt, wir kränken auch.Wir müssen nicht nur einstecken. Wir teilen auch aus.Auch hierfür haben wir reichlich Erfahrungswissen. Da haben wir selbst einen schlimmen Fehler gemacht.Waren so richtig gemein und haben eine andere Person, vielleicht eine Person,die wir lieben, schlimm gekränkt. Haben Dinge gesagt, die in Beziehungen besser nicht gesagt werden. Auch hier benötigt es zur Versöhnung Mut. Ich muss mir gestehen: So toll, wie ich immer denke, bin ich nicht. Ich bin kein hoffnungslos guter Mensch voller edler Gefühle und Motive. Ich habe auch das Zeug zum Ekelpaket. In mir schlummern Abgründe und Gehässigkeiten, die ich nicht immer unter Kontrolle habe. Manchmal brechen diese mit unbändiger Zerstörungswut aus mir heraus. Auch das nennt die Bibel „Sünde“.

Die Aufgabe der Versöhnung ist zu komplex. Da ist es gut, dass wir nicht alleine dastehen. Denn Gott ist in Jesus Christus für uns eingetreten und hat mit seinem Versöhnungshandeln alle Versöhnung unter uns erst möglich gemacht.

All unsere Sünde, unser heilloses Verstrickt-Sein in die ewige Kette von Verletzen und Verletzt-Werden, von Kränken und Gekränkt-Werden, all unsere inneren Brüche, unser Leiden am Streit, daran, nicht so zu können, wie wir wollen, all das, was die Bibel „Sünde“ nennt und was nach Versöhnung ruft, hat Gott in seinem Sohn Jesus Christus ans Kreuz gehängt.

Damit wir sagen können:
Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.

Pfarrerin Christina von Bennigsen

August: Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. (Psalm 139,14)

„Ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin!“ Ein Vers der mir besonders nahe steht, weil er der Taufspruch meines Sohnes ist. Hat er für uns als frischgebackene Eltern damals doch genau das ausgedrückt, was wir gefühlt haben, als wir diesen kleinen neuen Menschen auf dem Arm hielten und staunten – wunderbar gemacht. Ein Geschenk Gottes. Und wir wünschten uns, dass er das in seinem Leben auch immer selbst so empfindet: Dass er gut, toll, ja wunderbar ist, genauso wie er ist.

Denn so etwas hört man heute ja nicht mehr oft. Schon gar nicht, dass man es über sich selber sagt oder denkt. In einer Zeit in der Selbstoptimierung in allen Bereichen des Lebens im Trend liegt. In der uns suggeriert wird, dass wir uns immer noch irgendwie verbessern müssen: schöner, fitter, belastbarer, erfolgreicher werden sollten. Da ist es schön zu hören, dass wir stattdessen einfach so sein dürfen wie wir sind. Und das ist wunderbar.

„Ich danke dir, Gott, dass ich wunderbar gemacht bin.“ Bei diesem Vers entsteht in mir auch sofort ein Bild. Das Bild von Gott, wie er aus der Erde den ersten Menschen macht, wie er formt und feilt, hier noch ein bisschen glattstreicht und dort noch ein bisschen zieht und zuppelt bis schließlich alles zu seiner Zufriedenheit ist. Das Bild ist sehr nah an dem, was uns die Bibel im zweiten Schöpfungsbericht überliefert (1. Mose 2). Wie es sich Menschen vor tausenden von Jahren vorgestellt haben, dass Gott uns geschaffen hat. Es ist das Bild eines Künstlers, der sein Werk schafft.

Aber nicht als leblose Hüllen hat er uns geschaffen, sondern als Menschen mit einer Seele,

Pfarrerin Christina von Bennigsen

Juli: Der Engel des Herrn rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir. (1. Könige 19,7)

Die Aufforderung „Steh auf und iss!“ erzählt uns von einer unmissverständlichen Botschaft, die wir gerne hören: Steh auf und iss! Diese Einladung wird jemandem zuteil, den gutes Essen erwartet, genau dort, wo alles bereitet, alles fertig ist, sozusagen: gar und durch. Diesem Aufruf kann man gerne folgen, denn da passiert offensichtlich etwas Schönes.

Worum geht’s? – Elia, der Prophet, ist gerade in Schwierigkeiten, denn er hat dem König Ahab unmissverständlich die rote Karte gezeigt, damit Unrecht und Gewalt in seinem Land endlich aufhören können. Nun aber musste er fliehen und sich verstecken, denn sein Leben ist bedroht. – Aber was macht er? Er lagert sich am Bach Krit und will sterben, hat Angst, sieht sich bedroht, verfolgt und in die Enge getrieben. Augenscheinlich scheint es wohl auch nicht wirklich weiterzugehen, nichts passiert, es könnte für ihn das Ende sein.

Doch da kommt ein Engel vorbei und bringt Essen zu ihm. Einmal schon hat ihn der Engel aufgefordert: Steh auf und iss! Und Elia stärkt sich mit geröstetem Brot und einem Krug Wasser. Jedoch ist er immer noch zu schwach, um wirklich aufzustehen. Da erinnert dieser Engel erneut an diese Stärkung, die Gott ihm schenkt, indem er sagt: Steh auf und iss! Und Elia tut’s und stärkt sich erneut, damit er den weiten Weg zum Berg Horeb auch meistern kann.

Manchmal brauchen wir einen Schubs, einen Hinweis, eine Aufforderung, einen Anstoß, um Etwas auf den Weg zu bringen, um uns selbst in Bewegung zu setzen. Doch leider warten viele vergebens auf einen solchen Engel, um zu starten, um zu beginnen, um aufzustehen und zu essen. Das heißt im Klartext: Wir müssen mehr als bisher die Zeichen der Zeit wahrnehmen und umsetzen. Wer weckt uns aus unserem Tagtraum, wer gibt uns geröstetes Brot und Getränk, wer hilft uns, weiter unseren Zielen nachzujagen… ?

Elia ist mir da Vorbild, er horcht auf, obwohl ihm nicht gerade danach ist, er stärkt sich, obwohl er sich schwach und umzingelt wahrnimmt, er bewegt sich, auch wenn er sich kraft- und mutlos fühlt.

Ein Segenswunsch soll uns in diesen Tagen durch den neuen Monat begleiten, in dem wir noch immer unter dem Diktat der Corona-Verordnungen leiden. Es geht um einen Engel, der in Gestalt eines Menschen, der uns wichtig ist, unser Leben wieder in Fahrt bringt.

„Ich wünsche dir einen Engel, der dich aus dem Schlaf der Erschöpfung weckt. Er stärke dich mit dem Wasser der Liebe und dem Brot des Lebens. Er ermutige dich aufzustehen und den neuen, weiten Weg zu gehen. Er gebe deinem Blick eine andere Richtung und leite deine Füße auf den Weg des Friedens.“

Pfarrer Dr. Rainer Withöft   

Juni: " Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder" 1. Könige 8, 39

Bei diesem Monatsspruch fällt mir spontan der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry ein: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“, heißt es da.
Was ist das Wesentliche an mir? Wer bin ich eigentlich? Beim Blick in den Spiegel bin ich mal mehr, mal weniger zufrieden mit dem, was ich erblicke. Klar ist, dass ich mehr bin als meine äußere Gestalt. Was macht mein Wesen aus? Manches zeige ich nach außen, manches behalte ich lieber für mich. Wer war ich gestern? Wer werde ich Morgen sein? Wer kennt mich eigentlich wirklich? Kann es überhaupt einen Menschen geben, der mich wirklich kennt? Ich habe da so meine Zweifel. Ich könnte keinen Menschen nennen, der mich wirklich und in allem kennt, was mich ausmacht: Meine ganze Lebensgeschichte, meine Gedanken und Gefühle, meine Zweifel, Wünsche und Hoffnungen. Meine Geheimnisse, meine peinlichsten Erlebnisse… Selbst – oder gerade - meinem Mann sage ich auch nicht alles.
Mit diesem Zweifel bin ich nicht allein: „Wer bin ich?“ Dietrich Bonhoeffer, ein evangelischer Pfarrer, der im Dritten Reich verfolgt, verhaftet und am Ende hingerichtet wurde, hat sich diese Frage auch gestellt. Einige von Ihnen werden das Gedicht vielleicht kennen. Bonhoeffer ringt nach einer Antwort und fragt sich unter anderem: „Wer bin ich? Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen? Oder nur das, was ich selbst von mir weiß?“ „Wer bin ich? Der oder jener? Bin ich denn heute dieser und Morgen ein andrer? Bin ich beides zugleich?“
Am Ende kommt Bonhoeffer zu dem tröstlichen und hoffnungsvollen Schluss: „Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!“
Gott kennt das Herz aller Menschenkinder. Gott kennt mich. Ich gehöre zu Gott. Gott sagt Ja zu mir. Das ist eine wundervolle Botschaft. Gott sagt „Ja“ zu mir, weil er mich kennt. Und was noch viel wundervoller ist: Gott sagt Ja zu mir, obwohl er mich kennt. Mit all meinen Schattenseiten. Und ich darf mich darauf verlassen, dass er dieses Wissen nicht gegen mich verwendet – wie es folgernder Witz auf den Punkt bringt: Ein Pfarrer ärgert sich, dass Nachbarskinder in seinen Kirschbaum klettern und sich dort den Bauch vollschlagen. Er hängt ein Warn-Schild an den Baum: „GOTT SIEHT ALLES!“ Am nächsten Tag steht in krakeliger Kinderschrift darunter: „ABER ER PETZT NICHT!“

Danke Gott, dass du auf meiner Seite stehst und an meiner Seite bleibst, obwohl du mich kennst. Danke, Gott, dass ich dein Kind bin. Amen.

Diakonin Beate Albert

Mai: „Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat!“ 1. Petrus 4,10.

Mein erster Gedanke: Das tun wir. Das wird jetzt in Coronazeiten besonders deutlich. Wie viele Ideen und kleine Zeichen der Solidarität sind schon entstanden! Da kaufen Menschen für andere ein, gehen mit Hunden Gassi, telefonieren miteinander, singen vom Balkon, bilden sich online-Chöre und Musikgruppen, nähen Menschen Masken für andere, schreiben wieder Karten oder Briefe, feiern Gottesdienst im Autokino. Wir gehören zusammen, stehen füreinander ein und helfen uns gegenseitig- jeder mit der Gabe, die ihm oder ihr geschenkt ist. Und da entdeckt mancher neue Talente, die in ihm stecken. Keiner kann alles, und wir merken, wie sehr wir aufeinander angewiesen sind. Ich selbst habe zum Beispiel keine Erfahrung mit Videodrehen, konnte aber mit Hilfe von anderen eine kleine Videoandacht machen. Noch nie habe ich mit so vielen Menschen innerhalb so kurzer Zeit telefoniert, an Videotreffen teilgenommen, mich mit anderen am Computer verabredet, ja sogar meinem Enkel am PC aus der Bibel vorgelesen. Ich bin so dankbar, dass Menschen die Technik beherrschen und so ermöglichen, dass Menschen einander nahekommen – und auch von Gott hören – und trotzdem den gebotenen Abstand einhalten. Menschen werden erfinderisch und finden neue Wege für ein gutes Miteinander. Und falls Sie jetzt denken: Ich kann aber gar nichts, weil ich alleine zuhause bin und zur Hochrisikogruppe gehöre. Dann hier die gute Nachricht: Auch Sie können etwas für andere tun: Sie können für sich und andere beten. Das Gebet für andere bringt uns mit ihnen und Gott zusammen- auch über alle Entfernungen hinweg. Das Gebet verbindet uns mit Ihren Liebsten und den Menschen, für die wir beten möchten und vor allem, es verbindet uns mit Gott. Und das ist eine Gabe, die wir alle gut gebrauchen und weitergeben können.

Bleiben Sie behütet – und nutzen Sie Ihre Gaben, die Ihnen Gott geschenkt hat – zum Wohl aller

Ihre Felicitas Schulz-Hoffmann

April: Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. (1. Korinther 15, 42)

Ich habe meine Schwierigkeiten mit diesem Vers aus der Bibel. Gerade jetzt, wo der Coronavirus so viele Menschen befällt und ein Teil von ihnen durch diesen Virus stirbt. Warum jetzt dieser Monatsspruch? Eigentlich möchte ich doch hören: Das Leben geht weiter, auch und gerade jetzt in Coronazeiten. Aber es ist ja leider auch Realität, dass trotz aller Vorsicht, trotz aller Gegenmaßnahmen, trotz Intensivmedizin und trotz aller menschlichen Bemühungen nicht jeder Mensch gerettet werden kann. Und welche Hoffnung trägt dann?

Das Leben ist endlich trotz allem. Wie gehen wir damit um? Verdrängen? Wegschieben? Lebensverlängernde Maßnahmen stärken? Leider holt uns die Realität, sprich der Tod immer wieder ein. Niemand ist davor sicher.

Aber was kommt dann? Aus? Alles zu Ende? Für immer und ewig?

Nein! Das mag ich nicht glauben. Ich vertraue darauf, dass es weiter geht. Anders als in diesem Leben. Das sagt die Bibel. Sie erzählt von Jesus, der am Kreuz starb und wieder auferstand. Christus, der schon tot war, wird auferweckt zu neuem Leben. Das feiern wir an Ostern.

Das ist meine Hoffnung: Auferstehung, neues Leben, nicht nur für Christus, sondern für jeden Verstorbenen. Das meint dieser Monatsspruch. Alles Sterbliche ist nur vorläufig, am Ende erwartet uns die große Auferstehung allen Lebens.

Und gerade jetzt brauchen wir diese Hoffnung, dass unsere Toten nicht für immer tot sind. Jesus sagt: „Ich lebe – und ihr sollt auch leben.“ (Joh. 14,19)

Pfarrerin Felicitas Schulz-Hoffmann, Tel. 0211.431130

März: Jesus Christus spricht: Wachet! (Markus 13, 37/

Wegducken hilft da nicht. „Ich will, dass ihr in Panik geratet, dass ihr die Angst spürt.“ So ruft es die 17-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg seit gut einem Jahr den Mächtigen dieser Welt entgegen. Ihre Auftritte, etwa beim Weltwirtschaftstreffen in Davos oder bei der UN-Vollversammlung in New York, sind von so hoher Wirkung, dass die Mächtigen dieser Welt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen können. Thunberg wurde zum Gesicht einer neuen Bewegung, die sich für Klimaschutz und gegen die menschengemachte Bedrohung unserer Schöpfung engagiert. Man kann sie in ihrer Kompromisslosigkeit oder dem moralischen Absolutheitsanspruch gewiss auch kritisieren. Ihr Erfolg liegt aber auch daran, dass sie das Gefühl auf den Punkt bringt, dass in diesen Menschheitsfragen, etwas grundsätzlich falsch läuft.

„Ich will, dass ihr in Panik geratet, dass ihr die Angst spürt.“ Angst deckt auf, was mich tief im Inneren bewegt. Aber Angst und Panik sind keine guten Ratgeber zum Handeln. Auch nicht im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Nachhaltiges Handeln braucht Besonnenheit und Zukunftsperspektive.

Jesus ruft: „Wachet.“ Bevor er in das Leid und in den Tod geht, sitzt er noch einmal mit den Seinen zusammen. „Wachet!“ Jesu Ruf nimmt uns in die Verantwortung. Er verdrängt nicht die Gefahren, die die Welt bereithält. Angst und Anfechtungen werden beim Namen genannt. Leid, Verfolgung, das Vergehen der Welt, das sind die Ängste, mit denen sich Jesu Gemeinde in ihrer Zeit konfrontiert sah. Bei uns sind es global zur Zeit die Sorge um das Klima und die Besorgnis wegen Covid-19. Aber Jesus geht es nicht um vordergründige Angst oder Panik, sondern um Trost, ja Aufmunterung. Hinter allem Weh und Ach steht am Ende ein großer Optimismus. Gottes Sache siegt. Nicht die Angst, sondern die Hoffnung behält das letzte Wort. Deshalb lohnt sich das Warten, das Ausharren und das Engagement in dieser Welt. Deshalb kann Jesus selbst seinen Weg der Passion gehen.

„Wachet!“ So ruft Jesus es uns zu, in unser Leben und unsere unerlöste und von uns selbst bedrohte Welt hinein. Er ruft als Tröster und als Mahner. Er wendet sich an uns mit Zuspruch und Anspruch. Wegducken gilt da nicht.

Pfarrer i.R. Michael Opitz

Februar: Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte (1. Korinther 7,23)

Es gibt Worte, die sind heute nicht mehr in Gebrauch, ja, mehr als das: sie geraten mehr und mehr in Vergessenheit. Wählscheibe, Transistorradio, Maid, Niederkunft, Geheimkünstler, Mamsell oder auch Knecht. Man mag darüber schmunzeln oder jammern. Im Gegenzug kommen ja neue Wörter dazu, zumeist Amerikanismen wie geflasht, gegendert, gehyped, cool oder krass. Doch was machen wir mit den alten Schätzchen, wenn wir ihnen wieder begegnen, wie erklären wir unsern Kindern und Enkeln, was damit gemeint ist, welche Bedeutung diese Worte transportieren? Zum Beispiel „Knecht“. Ehemals die Bezeichnung für Mitarbeiter auf einem Bauernhof für niedere Dienste. Auch die Bibel versorgt uns nach wie vor mit ausreichend Archaismen, nicht zuletzt mit dem Wort „Knecht“. Aber was will uns denn dann dieses Wort im Monatsspruch für Februar sagen, wenn es dort heißt: „Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte“ (1. Kor 7,23) ? - Nicht der Menschen Knechte, sondern Knechte Jesu Christi sollen wir werden, so heißt es weiter im Kontext. Das ist fürwahr etwas ganz anderes, denn dann stehen wir in Jesu Nachfolge, dann sind wir Jünger Christi und handeln in seinem Geiste.

Auch wenn wir den weltlichen Dingen nie ganz entsagen können und brauchen, sollten wir das Ziel immer im Auge behalten, Jesu Weisung ernst zu nehmen: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst (Mk 12,31)

Knecht oder Magd Christi zu sein wäre also etwas, das wir uns für die nächsten Wochen vornehmen sollten, denn, darauf weist uns der Monatsspruch ebenfalls hin: Ihr seid teuer erkauft....., will heißen: Gott hat euch mit Liebe und Weisheit erschaffen: Macht was draus!

 Pfarrer Dr. Rainer Withöft

Januar: Gott ist treu. (1. Korinther 1, 9)

Wussten Sie, dass Blumen oftmals ein Symbol für eine Tugend in sich tragen und dem Beschenkten mitteilen sollen? Rote Rosen symbolisieren die entfachte Leidenschaft und Liebe, rosa Rosen die Jugend und Schönheit, orangene Rosen stehen für Wärme und Geborgenheit und weiße Rosen für Unschuld, Reinheit und Treue. Deshalb dürfen sie in Brautsträußen oft nicht fehlen, obwohl die Farbe blaue oftmals für Treue reserviert ist. Doch Obacht: weiße Rosen stehen auch für das Leben nach dem Tod. Deshalb sollten sie nicht in ein Krankenhaus getragen werden, um falschen Deutungen und Irritationen keinen Raum zu bieten.

Warum aber vereinigen sich gerade in der weißen Rose so unterschiedliche Bedeutungen wie in keiner anderen Farbe? Ich glaube, es ist die übergreifende Symbolik des Lebens, die mit der Farbe Weiß zum Ausdruck kommt. Tauf- und Brautkleider sind in der Regel weiß. Und oft ist das Totenhemdchen ebenfalls weiß. Vielleicht ist der Zusammenhang die damit verbundene Treue zum Leben und Sterben durch Gott. Denn seine Schöpferkraft verspricht Nähe und Begleitung hier auf Erden und das auch in den letzten Stunden. Deshalb möchte uns der Monatsspruch im gerade frisch gestarteten Jahr auf genau diese Treue Gottes hinweisen mit den klaren und unmissverständlichen drei Worten: „Gott ist treu“. Und das zu jederzeit, egal, in welcher Lebenslage wir uns gerade befinden. Das gilt für Glück und Liebe, wie auch für Verzweiflung und Angst, für Hoffnung und Freude, wie auch für Sorgen und sogar angesichts des Todes. „Gott ist treu“ ist eine Zusage der besonderen Art, wie es Paulus an anderer Stelle nicht treffender hätte formulieren können: „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch Gewalten, weder Höhen oder Tiefen noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“ (Röm 8,38)

Pfarrer Dr. Rainer Withöft