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Februar: Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte

1. Korinther 7,23

Es gibt Worte, die sind heute nicht mehr in Gebrauch, ja, mehr als das: sie geraten mehr und mehr in Vergessenheit. Wählscheibe, Transistorradio, Maid, Niederkunft, Geheimkünstler, Mamsell oder auch Knecht. Man mag darüber schmunzeln oder jammern. Im Gegenzug kommen ja neue Wörter dazu, zumeist Amerikanismen wie geflasht, gegendert, gehyped, cool oder krass. Doch was machen wir mit den alten Schätzchen, wenn wir ihnen wieder begegnen, wie erklären wir unsern Kindern und Enkeln, was damit gemeint ist, welche Bedeutung diese Worte transportieren? Zum Beispiel „Knecht“. Ehemals die Bezeichnung für Mitarbeiter auf einem Bauernhof für niedere Dienste. Auch die Bibel versorgt uns nach wie vor mit ausreichend Archaismen, nicht zuletzt mit dem Wort „Knecht“. Aber was will uns denn dann dieses Wort im Monatsspruch für Februar sagen, wenn es dort heißt: „Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte“ (1. Kor 7,23) ? - Nicht der Menschen Knechte, sondern Knechte Jesu Christi sollen wir werden, so heißt es weiter im Kontext. Das ist fürwahr etwas ganz anderes, denn dann stehen wir in Jesu Nachfolge, dann sind wir Jünger Christi und handeln in seinem Geiste.

Auch wenn wir den weltlichen Dingen nie ganz entsagen können und brauchen, sollten wir das Ziel immer im Auge behalten, Jesu Weisung ernst zu nehmen: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst (Mk 12,31)

Knecht oder Magd Christi zu sein wäre also etwas, das wir uns für die nächsten Wochen vornehmen sollten, denn, darauf weist uns der Monatsspruch ebenfalls hin: Ihr seid teuer erkauft....., will heißen: Gott hat euch mit Liebe und Weisheit erschaffen: Macht was draus!.        

Pfarrer Dr. Rainer Withöft

Andachten zum Monatsspruch

Februar: Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte (1. Korinther 7,23)

Es gibt Worte, die sind heute nicht mehr in Gebrauch, ja, mehr als das: sie geraten mehr und mehr in Vergessenheit. Wählscheibe, Transistorradio, Maid, Niederkunft, Geheimkünstler, Mamsell oder auch Knecht. Man mag darüber schmunzeln oder jammern. Im Gegenzug kommen ja neue Wörter dazu, zumeist Amerikanismen wie geflasht, gegendert, gehyped, cool oder krass. Doch was machen wir mit den alten Schätzchen, wenn wir ihnen wieder begegnen, wie erklären wir unsern Kindern und Enkeln, was damit gemeint ist, welche Bedeutung diese Worte transportieren? Zum Beispiel „Knecht“. Ehemals die Bezeichnung für Mitarbeiter auf einem Bauernhof für niedere Dienste. Auch die Bibel versorgt uns nach wie vor mit ausreichend Archaismen, nicht zuletzt mit dem Wort „Knecht“. Aber was will uns denn dann dieses Wort im Monatsspruch für Februar sagen, wenn es dort heißt: „Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte“ (1. Kor 7,23) ? - Nicht der Menschen Knechte, sondern Knechte Jesu Christi sollen wir werden, so heißt es weiter im Kontext. Das ist fürwahr etwas ganz anderes, denn dann stehen wir in Jesu Nachfolge, dann sind wir Jünger Christi und handeln in seinem Geiste.

Auch wenn wir den weltlichen Dingen nie ganz entsagen können und brauchen, sollten wir das Ziel immer im Auge behalten, Jesu Weisung ernst zu nehmen: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst (Mk 12,31)

Knecht oder Magd Christi zu sein wäre also etwas, das wir uns für die nächsten Wochen vornehmen sollten, denn, darauf weist uns der Monatsspruch ebenfalls hin: Ihr seid teuer erkauft....., will heißen: Gott hat euch mit Liebe und Weisheit erschaffen: Macht was draus!

                                    
                                                                                                                                                                                                                                                                                                               Pfarrer Dr. Rainer Withöft

Januar: Gott ist treu. (1. Korinther 1, 9)

Wussten Sie, dass Blumen oftmals ein Symbol für eine Tugend in sich tragen und dem Beschenkten mitteilen sollen? Rote Rosen symbolisieren die entfachte Leidenschaft und Liebe, rosa Rosen die Jugend und Schönheit, orangene Rosen stehen für Wärme und Geborgenheit und weiße Rosen für Unschuld, Reinheit und Treue. Deshalb dürfen sie in Brautsträußen oft nicht fehlen, obwohl die Farbe blaue oftmals für Treue reserviert ist. Doch Obacht: weiße Rosen stehen auch für das Leben nach dem Tod. Deshalb sollten sie nicht in ein Krankenhaus getragen werden, um falschen Deutungen und Irritationen keinen Raum zu bieten.

Warum aber vereinigen sich gerade in der weißen Rose so unterschiedliche Bedeutungen wie in keiner anderen Farbe? Ich glaube, es ist die übergreifende Symbolik des Lebens, die mit der Farbe Weiß zum Ausdruck kommt. Tauf- und Brautkleider sind in der Regel weiß. Und oft ist das Totenhemdchen ebenfalls weiß. Vielleicht ist der Zusammenhang die damit verbundene Treue zum Leben und Sterben durch Gott. Denn seine Schöpferkraft verspricht Nähe und Begleitung hier auf Erden und das auch in den letzten Stunden. Deshalb möchte uns der Monatsspruch im gerade frisch gestarteten Jahr auf genau diese Treue Gottes hinweisen mit den klaren und unmissverständlichen drei Worten: „Gott ist treu“. Und das zu jederzeit, egal, in welcher Lebenslage wir uns gerade befinden. Das gilt für Glück und Liebe, wie auch für Verzweiflung und Angst, für Hoffnung und Freude, wie auch für Sorgen und sogar angesichts des Todes. „Gott ist treu“ ist eine Zusage der besonderen Art, wie es Paulus an anderer Stelle nicht treffender hätte formulieren können: „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch Gewalten, weder Höhen oder Tiefen noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“ (Röm 8,38)

Pfarrer Dr. Rainer Withöft